Bamberger Süßholz-Gesellschaft

Pfeile markieren die Bamberger Süßholzfelder. Die lila Fläche kennzeichnet das Stadtdenkmal
Einbau der Wurzelsperre in der Nürnberger Straße
Vorbereitungen auf dem Gelände der Landesgartenschau
Pflanzaktion in der Heiliggrabstraße

Wer sind wir?
Die Bamberger Süssholz-Gesellschaft hat sich als privat-öffentliches Projekt im Rahmen des Modellprojekts „Urbaner Gartenbau“ gegründet. Das Projekt wurde mit Mitteln des Investitionsprogramms Nationale Unesco Welterbestätten und durch das Zentrum Welterbe der Stadt Bamberg gefördert.

Was machen wir?
Die Bamberger Süssholz-Gesellschaft hat wie geplant den Süssholzanbau, der seit dem Mittelalter in Bamberg gepflegt wird, wieder aufleben lassen. Dieser Anbau ist eine Bamberger Besonderheit, die deutschlandweit einzigartig ist, jedoch in den letzten Jahren nur noch auf kleinen Flächen und überwiegend zu Schauzwecken stattfand. Da der Anbau für einzelne Gärtner schlecht kalkulierbar und daher ökonomisch riskant ist, hat sich zur Unterstützung die Bamberger Süßholz-Gesellschaft gegründet. Wir pachten brachliegende Flächen im Gebiet der Gärtnerstadt an, die Gärtner mit Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern in unserem Auftrag bewirtschaften. Sie setzen die Jungpflanzen, pflegen das Feld und sind bei der Ernte mit einbezogen. Das geerntete Süßholz wird dann in den Werkstätten der Lebenshilfe weiterverarbeitet und verpackt. Im Handel ist unser Süßholz bislang als Bamberg typisches Souvenir sowie geraspelt als Tee und in verschiedenen Teemischungen erhältlich.

Unsere Anbauflächen
Unsere Anbauflächen
Im September 2010 wurde die erste größere Fläche mit ca. 800m² auf dem Gelände der Gärtnerei Mussärol, mit jungen Süßholzpflanzen bepflanzt. 2012 wurde die Schaufläche für die Landesgartenschau auf dem LGS- Gelände mit ca. 250m² Süßholzpflanzen angelegt.
Eine ca. 1200m² große Fläche in der Heiliggrabstraße wurde im Herbst 2011 mit Süßholz bepflanzt. Weitere Flächen im Stadtdenkmal folgten und mit Hilfe der Gartengruppe der Lebenshilfe sowie weiteren Helfern wurde erstmals 2013 Süßholz geerntet und weiterverarbeitet.

Immaterielles Kulturerbe
Die Bamberger Gärtnerei ist mit dem „Innerstädtischen Erwerbsgartenbau in Bamberg“ seit dem 14. Oktober 2015 in das bayerische Landesverzeichnis aufgenommen. Träger der Auszeichnung ist das Gärtner- und Häckermuseum als Bewerber – stellvertretend für alle Vereine, Gruppen und Gesellschaften, die in der Gärtnerei aktiv sind. Hierzu zählt auch die Bamberger Süßholz-Gesellschaft
Inzwischen ist der innerstädtische Erwerbsgartenbau in Bamberg in das Bundesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen und wird wie folgt gewürdigt: „Der urbane Erwerbsgartenbau in der fruchtbaren Bamberger Regnitz-Aue entstand im 14. Jahrhundert und konzentrierte sich bis ins 19. Jahrhundert auf die Produktion von Gemüsesaatgut und Süßholz. Noch heute produzieren die Gärtner nach bewährter Tradition und vermarkten ihre Waren hauptsächlich auf dem Grünen Markt, in Hofläden und Restaurants.

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